Kodex zur Honorarberatung

Kodex der Honorarberatung

Ordentliche Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung folgender Beratungsstandards und Verhaltenspflichten:

(1) Empfehlungen, die auf Basis der persönlichen Umstände des jeweiligen Kunden auf Geschäfte mit Finanzprodukten jeglicher Art bzw. den Abschluss von Versicherungsverträgen gerichtet sind dürfen nur erfolgen,

  • unter Berücksichtigung des Gebots völliger Transparenz hinsichtlich des Verhältnisses von Kosten und Nutzen und eventueller Kollisionen mit persönlichen Abhängigkeiten, d.h.:
  • Offenlegung und ungefragte Aufklärung über sämtliche dem Berater bekannten Preise, Kosten und mögliche Gebührenbelastung der offerierten Finanzprodukte oder Versicherungen sowie mögliche, daraus resultierende, Abhängigkeiten der Berater;
  • Verbot der Vereinnahmung von durch Produktanbieter oder Vertriebsorganisationen gewährter Provisionen (insbesondere Vermittlungsprovisionen);
  • Verbot der Vereinnahmungen von Kick-Back-Zahlungen und Zuwendungen jeglicher Art (insbesondere Provisionsrückvergütungen, Bestandsprovisionen).
  • Verbot der Teilnahme an Incentive- Veranstaltungen von Produktanbietern oder Vertriebsorganisationen
  • unter Darstellung der Auswirkung des empfohlenen Finanzproduktes in Bezug auf das Gesamtportfolio des Kunden, im Sinne einer „Kosten-Nutzen-Analyse" - soweit dies im Einzelfall möglich ist - ,
  • nach erfolgter Aufklärung des Kunden über Verluste sowie Nachteile des empfohlenen Finanzprodukts mittels geeigneter Beratungsdokumentation.

 

(2) Ordentliche Mitglieder verpflichten sich weiterhin zur

  • Verwendung eines durch den Verein beschlossenen standardisierten Katalogs von Mindestanforderungen an eine unabhängige Beratung auf Honorarbasis;
  • Beachtung der durch den Verein vorgegebenen und beschlossenen Vergütungsmodelle;
  • Teilnahme an einem standardisierten und unabhängigen Verfahren durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, mit dem die Zuverlässigkeit und Satzungstreue in Bezug auf die Zweckrichtung hin beurteilt wird. Dazu haben die Mitglieder in regelmäßigen Abständen näher zu bestimmende Unterlagen aus ihrem Geschäftsbetrieb gegenüber der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft offenzulegen und deren Fragen zur Beurteilung ihres beruflichen Handelns auf Nachfrage zu beantworten.